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Edition syrische Anaphoren nach Handschriften

Gegenwärtig ist Syrien als Kriegsland in aller Munde. Kaum ins Bewußtsein getreten ist jedoch die Tatsache eines damit einhergehenden kulturellen Genozids. Das alte syrische Christentum ist gerade dabei, auch seines kulturellen Erbes beraubt zu werden. Kirchen und Gemeindehäuser werden zerstört, Bibliotheken brennen, jahrhundertealtes Schrifttum geht unwiederbringlich verloren.

Das Forschungszentrum Vestigia wendet sich einem für die syrische Tradition zentralen Korpus von Handschriften zu, den Anaphoren (liturgische Formulare für die Eucharistiefeier). Gerade die westsyrische Kirche hat eine unvergleichliche Vielfalt an solchen Anaphoren hervorgebracht. Das Projekt, das vom Fonds zur Wissenschaftlichen Förderung (FWF) finanziert wird, ediert einige der über 70 Anaphoren nach den vorhandenen und noch zugänglichen Handschriften. Insgesamt sind weltweit mehrere hundert syrische Anaphorenhandschriften bekannt, hinzu kommt noch eine unbestimmte Anzahl von Fragmenten (allein in einer Sammlung der südosttürkischen Metropole Diyarbakir haben wir ein Konvolut von wohl mehr als tausend Einzelblättern und (Buch-)Fragmenten gesehen, darunter auch eine erkleckliche Anzahl von Stücken mit syrischen Anaphorentexten). Dieses Projekt erbringt durch seine kommentierten Editionen einen wissenschaftlichen Ertrag, es leistet zugleich einen Beitrag zur Bewahrung und zum Schutz im Bereich der altchristlichen syrischsprachigen Tradition, welche heute mehr denn je als bedroht angesehen werden muß.

Ausführende: Ephrem Ishac (Graz); Thomas Klampfl (Graz); Erich Renhart (Graz); Sami Ucel (Wien) 

  • https://syriac-anaphoras.org/

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